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Risiken beim Kaiserschnitt


Risiken für die werdene Mutter

Bei einem Notkaiserschnitt ist das Komplikationsrisiko wesentlich höher als bei einem geplanten Kaiserschnitt. Aber ganz gleich welche Form des Kaiserschnittes durchgeführt wurde, letztlich ist eine Operation immer mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. So besteht die Gefahr, dass sich die Schnittwunde nach dem Eingriff entzündet, obwohl die Schwangere bereits während der OP vorbeugend Antibiotika erhält. Auch Wundheiltungsstörungen können auftreten. Des Weiteren kann es zum Eileiter- oder Darmverschluss kommen, auch Verletzungen an Darm, Blase und Blutgefäßen sind nicht ausgeschlossen. Nach der OP steigt durch die mehrtätige Bettruhe das Risiko einer Thrombosebildung. Daher werden täglich Thromboseprophylaxe gespritzt.

Bei nachfolgenden Schwangerschaften kann es zu Problemen kommen, da die Gebärmutter durch den Eingriff schließlich „verletzt“ wurde. So besteht das Risiko, auch wenn es nur gering ist, einen Gebärmutteriss, eine Plazentastörungen oder sogar eine Frühgeburt zu erleiden.

 

Risiken für das Baby

Bei einem geplanten Kaiserschnitt wird das Baby häufig 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin geholt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Lungen noch nicht vollständig ausgereift. Während der natürlichen Geburt tragen die Wehen und der Geburtskanal dazu bei, dass das Fruchtwasser aus Babys Lungen gepresst wird. Nur so kann sich die Lunge anschließend bei Austritt mit Sauerstoff füllen. Kaiserschnitt-Babys werden auf diese Situation nicht vorbereitet, so dass sie nach der Entbindung oft nicht selbständig atmen können bzw. unter Atemproblemen leiden. Folglich müssen sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden und erhalten zusätzlich Medikamente, die die Lungenreifung fördern. Kleine Schnitt- oder auch Schürfwunden während des Eingriffes sind nicht ausgeschlossen.

 

Nach dem Kaiserschnitt

Die ersten Tage nach der Kaiserschnitt schmerzt natürlich die Wunde, die aber meistens unproblematisch verheilt. Die frisch gebackene Mutter sollte sich nicht scheuen, bei zu starken Schmerzen das Krankenhauspersonal um Schmerzmittel zu bitten. Trotz des Eintriffes ist das Aufstehen nach der Geburt unumgänglich. Es ist ratsam, sich von der Krankenschwester oder dem Pfleger dabei helfen zu lassen, denn der Kreislauf ist nach der OP noch nicht völlig stabilisiert  und wer möchte schon einen Sturz riskieren? Mit kleinen Schritten wird der Kreislauf in Schwung gebracht und der Blutrückfluss in die Beine wird angekurbelt. Die Gefahr einer Thromboseentstehung wird somit vorgebeugt. Absolute Schonung und Ruhe in den nächsten Tagen hat oberste Priorität. Bevor es mit dem Familiennachwuchs nach Hause geht, werden noch die Fäden gezogen.

 

Einmal Kaiserschnitt immer Kaisernschnitt?

Ein Kaiserschnitt bedeutet nicht, dass das nächste Kind ebenfalls auf diesem Weg geboren werden muss. Auch wenn bei einem Baby ein Notkaiserschnitt erforderlich war, kann die nächste Schwangerschaft und Geburt ganz anders verlaufen. Eine natürliche Geburt ist auch nach einem Kaiserschnitt möglich. Es besteht nur ein sehr geringes Riskio, dass z.B. ein Gebärmutterriss eintritt.

Hat sich eine Frau bewusst für einen Kaiserschnitt entschieden hat, kann sie problemlos auch weitere Kinder über diesen Weg gebären.

 

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