Kalorienfallen

Kalorienfallen im Restaurant
Der Tag war lang, der Verzicht auf leckere Sünden anstrengend und der Besuch im Restaurant naht. Die guten Vorsätze abzunehmen und die Ernährung um zu stellen sind beim Blick in die Speisekarte meistens schon wieder vergessen.
Zu verlockend ist das Angebot an sündigen Leckereien im Restaurant. Dabei gibt es auch hier viele Alternativen und Tricks, um trotz Genuß am Essen die Figur im Gleichgewicht zu halten.
Erste Hürde - die Vorspeise
Eine beliebte Kalorienfalle bereits zur Vorspeise ist z. B. die Tomaten-Mozzarella-Platte. Im guten Willen verzichtet man auf die Datteln im Speckmanteln und wählt die grün-rot-weiße Platte. Frische Tomaten und grüne Basilikum-Dekoration versprechen eine gesunde Vorspeise. Auch mengenmäßig macht der Morzarella nicht den größten Teil der Platte aus und die Portion bleibt überschaubar. Fakt ist jedoch, dass der Mozzarella zum Hauptteil aus Fett besteht. So gering die Menge auch ausschauen mag - im Käse stecken mehr Kalorien aus Fett als in mehreren Tellern voll Tomaten. Hinzu kommt das Topping aus Pesto oder Olivenöl - grundsätzlich gesunde Öle vermischen sich nun mit den tierischen Fetten aus dem Morzarella. Das Hüftgold wird sich über eine solche Vorspeise freuen.
Eine gesunde und kalorienärmere Variante ist z. B. Melone mit Schinken garniert. Beide Zutaten schmecken nicht nur gut, sie besitzen im Gegensatz zur Tomaten-Mozzarella-Platte kaum Fett und somit viel weniger Kalorien. Aber auch ein knackiger Salat mit ein wenig Essig-Öl- oder Joghurt-Dressing oder eine klare Gemüsesuppe (z. B. Minestrone) kann zur Vorspeise gewählt werden. Das hat den Vorteil, dass der Magen mit kalorienarmer Kost gefüllt wird und somit bereits vor der Hauptspeise zu "arbeiten" beginnt und nach 20 Minuten ein Sättigungssignal zum Gehirn sendet. Dadurch, dass der Magen nun schon zur Hälfte gefüllt ist, ist zusätzlich die Gefahr auf Heißhunger geringer als ohne einen Salat oder eine Suppe als Vorspeise.
Zweite Hürde - der Hauptgang
Mit dem Hauptgang kommt die zweite Hürde und die Gefahr auf weitere Kalorienfallen. So werden auch hier vermeindlich gesunde Speisen zu echten Kaloriensünden. Fisch und helles Fleisch ist gesund und figurfreundlich - die dazugehörige Panade nicht. Diese wird häufig frittiert und beherbergt Mengen an Fett. Besser wäre die gegrillte oder gedünstete Variante, in Kombination mit ballaststoffhaltigem Gemüse.
Tipp: Auch hier gilt - Machen Sie die Beilagen zur Hauptspeise und machen Sie Gemüse zum Hauptteil ihrer Mahlzeit!
Wer Pasta und Pizza liebt sollte eins bedenken: Kohlenhydrate ansich sind Energielieferanten, die unser Körper braucht. Werden diese jedoch mit Fett aus Käse, Salami oder Sahne kombiniert riskiert unschöne Polster an den Hüften. Besser wäre eine fettarme Kombination, z. B. eine leichte Gemüsesoße zu der Pasta oder eine Pizza Margarita mit wenig Käse.
Aus eins mach zwei
Achtung: Viele Restaurants bestechen mit viel zu großen Portionen als benötigt. Häufig reicht bereits die Vorspeise zur Sättigung aus. Besser sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Seien Sie clever - auch zwei Vorspeisen können sättigen und sind meistens sogar preiswerter als ein Hauptgang! Lassen Sie sich den überbleibenden Rest einpacken, so haben sie noch eine komplette Mahlzeit für den nächsten Tag und aus einem Essen zwei gemacht.
Bei der Nachspeise lauern die nächsten Kalorienfallen. Wer auf das Tiramisu verzichtet, greift häufig zu vermeindlich figurfreundlichere Varianten wie Eis zurück. Jedoch bestehen diese zumeist zum Hauptteil aus Sahne und Zucker - wahre Kalorienbomben! Besser sind Sorbets, diese werden zumindest ohne Sahne zubereitet und bedienen sich dem besser verdaulichen Fruchtzucker. Anstatt Pannacotta (Sahnepudding mit Caramellsoße) sollten Sie lieber auf die quasi fettfreie Variante aus Wackelpudding zurückgreifen und anstatt cremigem Milchreis eine leichte Quarkspeise wählen.
Der Ton macht die Kalorien
Interessant ist ebenfalls, dass man beim Gang in das klassische Restaurant weniger häufig zunimmt, als wenn man ein latino-amerikanisch tempramentvolles Ambiente aufsucht. Der Grund hierfür ist die Musik - ist diese langsam und ruhig, so lassen wir uns mehr Zeit beim Essen und Genießen. Ist diese hingegen schnell und temperamentvoll, so richten wir auch hier unser Esstempo daran aus. Das Sättigungsgefühl setzt jedoch erst nach 20 Minuten Zeit ein. Haben wir langsam gegessen, sind wir nach weniger Zufuhr an Essen satt als wenn man die doppelte Menge in derselben Zeit zu sich genommen hat.
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