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Die Rauchsucht

Rauchen macht süchtig

Bereits die erste Zigarette im Leben hat eine große Wirkung auf das spätere Suchtverhalten. So merkt sich das Gehirn die anregende Wirkung des Nikotins und speichert diese im Belohnungszentrum. Die stimulierende Wirkung eines Tabakproduktes wird vom Körper fortan als etwas „Positives“ behandelt und das mögliche Verlangen nach einer weiteren Zigarette wird wahrscheinlicher (sog. „Schläfer-Effekt“).

Entgegen einiger Meinungen, dass nur inhalierter Rauch abhängig macht, macht auch gepaffter Rauch von Zigarren und sogar Schnupf- und Kautabak süchtig. Hier wird das Nikotin über die Mundschleimhaut in die Blutbahn befördert.

 

Nikotin - eine alltägliche Sucht

Schnell wird aus den anfänglichen Zigaretten auf Partys eine Packung am Tag und eine Einbindung des Nikotins in den alltäglichen Ablauf. Das Nikotin wird zum stetigen Begleiter bei der täglichen Routine, in emotionalen Situationen, zur Entspannung und im Job. Viele Raucher bereuen es, mit dem Rauchen angefangen zu haben, zu sehr schränkt der stetige Drang nach dem Glimmstängel den Alltag ein. Nervosität, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen bestimmen fortan das Leben des Rauchers.

Die Gründe für derartige Entzugserscheinungen ist die Wirkung des Nikotins auf den Körper. Dieses wirkt wie auch andere Drogen stimulierend auf den Körper und das Gehirn und setzt glücklich machende Stoffe wie Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Endorphin frei. Hat sich der Körper einmal an einen gewissen Nikotinspiegel und die damit verbundenen freigesetzten gewöhnt, so reagiert er mit Unruhe und Verlangen auf einen abgesunkenen Wert. Der Raucher greift zur Zigarette, welche binnen 7 Sekunden das Nikotin in den Körper befördert und dem Abhängigen ein rasches Wohlgefühl beschert.  Zusätzlich zur körperlichen Abhängigkeit kommt auch noch die psychische Abhängigkeit, das Gefühl „etwas in der Hand haben zu wollen“ kennt jeder (Ex-)Raucher.

 

Nikotinabhängigkeit: Süchtig nach Gift

Zusätzlich zum Nikotin sind neben rund 4.000 Stoffen (u.a. Arsenverbindungen, Blausäure und Blei) noch Substanzen wie Menthol und Ammoniak in der Zigarette enthalten, welche den Nikotintransport im Blut beschleunigen. Andere beigefügte Stoffe wie z.B. Kakao machen den Rauch milder, was es vereinfacht den Körper an das Inhalieren zu gewöhnen.

Die Sucht letztendlich zu überwinden und mit dem Rauchen aufzuhören ist bedeutend schwieriger, als sich andere „Laster“ ab zu gewöhnen. Wer raucht, ist nicht nur körperlich abhängig, er knüpft viele Gewohnheiten an das Rauchen und gestaltet den täglichen Tagesablauf nach dem Rhythmus seines „Lasters“. Rauchen ist jedoch mehr als nur ein Laster, Tabakkonsum ist eine Droge und verursacht tödliche Erkrankungen und nimmt auch vielen Nichtrauchern buchstäblich die Luft zum Atmen. So leiden vor allem die Nichtraucher unter den Rauchern, welche sich der Konsequenzen meist gar nicht richtig bewusst sind. Fakt ist auch, dass viele nicht rauchende Menschen an den Folgen vom passiven Tabakkonsum schwerwiegend erkranken oder sogar sterben.

 

Rauchen aufgeben bedeutet unabhängig werden

Dabei sind die Gründe um das Rauchen auf zu geben vielfältig. Rauchfrei zu leben bedeutet Unabhängigkeit und Selbstbestimmung über den Tagesablauf. Ein Nichtraucher „muss“ kein Geld für Zigaretten ausgeben oder das Büro trotz Wind und Wetter zum Rauchen verlassen. Letztendlich sind für viele Raucher vor allem die monatlichen Geldausgaben für Zigaretten der Anstoß, endlich Nichtraucher zu werden.

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