Nur wenige «Suppenkasper» leiden unter Gedeihstörung
Neu-Isenburg (dpa/tmn) - Kinder, die schlecht essen, leiden nur sehr selten unter einer bedrohlichen Gedeihstörung. Meistens können Eltern der Appetitlosigkeit ihres Sprösslings mit einfachen Verhaltensregeln begegnen, berichtet die «Ärzte Zeitung».
Sie beruft sich dabei auf Prof. Berthold Koletzko aus München. Sorgen müsse man sich erst machen, wenn weitere Symptome dazukommen. Solange keine organische Störung vorliegt und das Gewicht nur knapp unter der Norm ist, sollten Eltern ihren «Suppenkaspern» keine Zwischenmahlzeiten erlauben und feste Mahlzeiten im Kreis der Familie einführen. Keinesfalls sollte man Kinder zum Essen zwingen: Den Angaben zufolge sollen Hunger- und Sättigungssignale beachtet und respektiert werden.
Wird die Appetitlosigkeit hingegen von starkem Durchfall, Erbrechen, deutlichem Untergewicht oder einem schlechten Allgemeinzustand begleitet, sollte das Kind ärztlich untersucht werden, heißt es weiter. Mögliche Ursachen könnten Störungen des Darms, eine Überfunktion der Schilddrüse oder eine angeborene Herzerkrankung sein.
Weitere aktuelle Meldungen zum Thema "Psyche"
Bei Magersucht reduzieren die Betroffenen ihre Nahrungsaufnahme so, dass ihre Gesundheit gefährdet ist, oder verweigern die Nahrungsaufnahme sogar völlig. [mehr...]
Der ewige Kampf mit der Figur, dem Heißhunger und dem schlechten Gewissen. Bulimiker erleiden täglich Qualen wenn es ums Essen geht. [mehr...]
Psychische Erkrankungen steigen immer weiter an. Warum gerät die Seele so schnell ins Ungleichgewicht? Was fühlen Betroffene? Wie gehen Angehörige am Besten mit psychisch Erkrankten um? Und warum sind psychische Probleme immer noch ein Tabu-Thema? [mehr...]




